Nagelpilz erkennen | Die Anzeichen von Nagelpilz

Nagelpilz, auch Onychomykose genannt, ist eine relativ weit verbreitete Erkrankung der Nägel, die sowohl an den Fingernägeln, als auch an den Zehennägeln auftreten kann. Die Zehennägel sind jedoch um einiges häufiger von einem Nagelpilz betroffen als die Fingernägel. Das liegt unter anderem daran, dass an unseren Füßen bzw. in unseren Schuhen ein für die Pilzerreger optimales Klima herrscht.
Die Nagelpilzerreger fühlen sich nämlich in einem feucht-warmen Milieu am wohlsten und genau das finden sie an unseren Füßen vor. Unsere Füße sind den ganzen Tag in Socken und in Schuhe eingepackt. Hinzu kommt, dass wir im Laufe des Tages auch Schweiß über unsere Haut absondern.
All das ergibt zusammen ein feucht-warmes Klima und somit die optimalen Vorraussetzungen für die Pilzerreger.

Welche Erreger von Nagelpilz gibt es?

Man unterscheidet grundsätzlich 3 verschiedene Erreger, die einen Nagelpilz verursachen können:

  • Fadenpilze (Dermatophyten)
  • Schimmelpilze
  • Hefepilze

Die Fadenpilze (Dermatophyten) sind am häufigsten für eine Nagelpilzinfektion verantwortlich. Eher seltener wird ein Nagelpilz durch die Hefepilze oder auch die Schimmelpilze verursacht.
In den allermeisten Fällen entsteht der Nagelpilz jedoch durch einen Fadenpilz, der den Namen Trichophytum rubrum trägt.

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Die Nagelpilzinfektion ist hier durch die Farbveränderung und Glanzlosigkeit der Nägel gut zu erkennen

Wie sieht Nagelpilz aus?

Auf die Frage, wie das typische Erscheinungsbild des Nagelpilz ist, gibt es leider keine allgemeingültige Antwort.
Denn ein Nagelpilz kann verschiedene Erscheinungsformen haben. Der Nagel kann bei einer Nagelpilzerkrankung verfärbt, verdickt, verformt, brüchig und unterhalb der Nagelplatte verhornt sein. Zudem kann es sogar vorkommen, dass sich der Nagel ganz oder teilweise vom Nagelbett ablöst. All diese Symptome können sowohl einzeln als auch in Kombination vorkommen.
Die Pilzerkrankung selbst kann sowohl an einem, oder auch an mehreren Nägeln gleichzeitig vauftreten.
Es ist außerdem möglich, dass zu Beginn der Nagelpilzinfektion lediglich ein Nagel befallen ist und sich die Erreger anschließend auch auf weitere Nägel ausbreiten. Das kann besonders dann der Fall sein, wenn der Nagelpilz nicht entsprechend behandelt wird.

Die Formen von Nagelpilz

Grundsätzlich unterscheidet man 4 verschiedene Formen von Nagelpilz:
  • Proximale subunguale Onychomykose (PSO):
    Die Nagelpilzerkrankung beginnt in dem Bereich wo der Nagel gebildet wird, also zwischen Nagelhäutchen und Nagelwurzel.
    Das kann vorallem durch Verletzungen des Nagelhäutchens passieren.
    Da die Nagelhaut als Schutz dient und das Eindringen von Keimen verhindert, sollte sie bei der Fußpflege auch nie geschnitten werden, da man so Mikroverletzungen setzt, die ein Eindringen der Pilzerreger erst ermöglichen.
  • Distolaterale subunguale Onychomykose (DSO):
    Bei dieser Form dringt der Nagelpilzerreger an der Unterseite des vorderen, freien Nagelrandes ein. Von hier aus breitet er sich in Richtung Nagelwurzel aus.
    Das kann durch Verltzungen des Nagelbetts geschehen.
    Diese Verletzungen passieren leider häufig durch eine falsche Nagelpflege.
    Die Zehennägel werden sehr oft falsch bzw. zu kurz geschnitten, so dass sie das Nagelbett nicht mehr vollständig bedecken können. Dadurch ist das Nagelbett anfälliger für kleinste Risse oder Verletzungen, durch die sich die Nagelpilzerreger einnisten können.
    Die DSO ist im Übrigen auch die am häufigsten vorkommende Form der Onychomykose.
    Es ist daher sehr wichtig, dass man beim Schneiden der Zehennägel auf den richtigen Nagelschnitt achtet, um spätere Verletzungen des Nagelbetts vorzubeugen.
    Wie das geht, kannst du in unserem Beitrag die richtige Nagelform und Länge nachlesen.
  • Weiße superficielle Onychomykose (WSO):
    Bei der WSO ist hauptsächlich die Nageloberfläche befallen. Diese Form der Onychomykose zeichnet sich durch weiße Flecken und eine weißliche Verfärbung der Nageloberfläche aus. Der befallene Nagel selbst wirkt zudem häufig glanzlos und matt.
    Oft wird die WSO vom Betroffenen selbst gar nicht als Nagelpilz erkannt, da sich die weißen Flecken häufig durch Abfeilen entfernen lassen.
  • Totale dystrophische Onychomykose (TDO):
    Bei der TDO ist die gesamte Nagelplatte vom Nagelpilz befallen. Die Nagelplatte ist zudem häufig stark verdickt und kann sich auch in Folge dessen, teilweise oder vollständig, vom Nagelbett ablösen.
    Bei der TDO wird die Nagelplatte regelrecht von den Pilzerregern zerstört. Diese Form ist auch relativ schwer zu behandeln und wird meistens mit einer oralen Therapie in Form von Medikamenten behandelt.
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Der Nagel ist durch die Nagelpilzinfektion verdickt, verfärbt und brüchig
Die Nagelpilzerreger übertragen sich durch eine Kontaktinfektion. Hierbei unterscheidet man die direkte Kontaktinfektion, also von Mensch zu Mensch und die indirekte Kontaktinfektion, die durch gemeinsam genutzte, bzw. kontaminierte Gegenstände erfolgt.
Bei der indirekten Kontaktinfektion gibt es, neben den bekannten Infektionsquellen wie das Barfußlaufen im Schwimmbad oder in der Sauna, auch vollkommen alltägliche Dinge, die einem nicht sofort in den Sinn kommen, welche jedoch durchaus zu einer Nagelpilzinfekton führen können.
Hierzu zählen beispielsweise die gemeinsame Benutzung eines Duschvorlegers oder auch das Teilen einer Nagelzange mit anderen Familienmitgliedern.
Auch bei den Handtüchern ist es wichtig, dass jedes Mitglied im Haushalt auschließlich sein eigenes Handtuch benutzt, denn auch hierdurch kann eine Übertragung und Weiterverbreitung der Nagelpilzerreger stattfinden.
Da Nagelpilz nicht von selbst verheilt und zudem auch noch ansteckend ist, gehört eine Nagelpilzinfektion in jedem Fall behandelt.
Schon alleine aus dem Grund, um eine Übertragung auf andere Nägel und auf andere Personen zu unterbinden.
Die Nagelpilztherapie ansich ist jedoch recht langwierig, daher ist es sehr wichtig konsequent am Ball zu bleiben.
Bis eine Nagelpilzinfektion austherapiert ist, kann es viele Monate und unter Umständer sogar Jahre dauern, je nachdem wie ausgeprägt der Befall ist und wie gut die jeweilige Therapie anspricht.
Wenn der Pilzbefall schon weit fortgeschritten ist, reicht eine lokale Therapie alleine oft auch nicht mehr aus.
Hier ist es dann sinnvoll, eine Kombination aus einer lokalen und einer oralen Therapie anzuwenden.
Die Mittel für die lokale Therapie (Lacke, Tinkturen, Salben) sind frei verkäuflich und können somit von jedem verwendet werden.
Spezielle Medikamente gegen den Nagelpilz, die oral eingenommen werden, können allerdings ausschließlich von einem Arzt (z.B. einem Dermatologen) verschrieben werden.
Wenn du hilfreiche Tipps zur Nagelpilzbehandlung bekommen möchtest, dann schau am besten in unseren Beitrag Nagelpilz behandeln rein. Hier stellen wir dir verschiedene Mittel vor mit denen du den Nagelpilz bekämpfen kannst. Außerdem bekommst du hier viele hilfreiche Tipps zur Nagelpilzbehandlung.

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