Nagelspangentherapie bei der medizinischen Fußpflege

Unterschied zwischen kosmetischer und medizinischer Fußpflege

Die Tätigkeit des kosmetischen Fußpflegers umfasst verschiedene pflegerische und dekorative Maßnahmen. Dazu gehören beispielsweise: 

  • Schneiden der Zehennägel
  • Feilen der Zehennägel
  • Entfernen von Hornhaut
  • unblutiges Entfernen von Hühneraugen
  • präventive Fußmassagen
  • Lackieren der Zehennägel
  • Beratung zu Pflegeprodukten

Die kosmetische Fußpflege ist nicht an eine gesetzliche vorgeschriebene Ausbildung gekoppelt. Sie kann in verschiedenen Kursen erlernt werden. Die Dauer kann je nach Kurs und Umfang der vermittelten Kenntnisse variieren.

Podologie

Mit Podologie bezeichnet man die nichtärztliche Heilkunde am Fuß. Die Berufsbezeichnung des Podologen ist nach § 1 Abs. 1 PodG geschützt.
Medizinischer Fußpfleger/in oder auch Podologe/in darf sich demnach nur nennen, wer eine Erlaubnis hierzu hat. Diese Erlaubnis kann nach einer entsprechenden Ausbildung mit bestandener staatlicher Prüfung erteilt werden.

Zum Tätigkeitsfeld des Podologen gehören unter anderem:

  • Schneiden der Nägel
  • Entfernen der Hornhaut
  • Behandlung von eingewachsenen Nägeln
  • Abtragen von mykotischen Nägeln
  • Herstellung von Druck- und Reibungsschutz (Orthosen)
  • Behandlung von Diabetikern auf ärztliche Verordnung

Zusammenfassend kann man sagen, dass der kosmetische Fußpfleger am gesunden Fuß arbeitet und der Podologe zusätzlich zum gesunden Fuß auch an bereits geschädigten Füßen arbeiten und hier therapeutische Behandlungen auf ärztliche Anweisung durchführen darf.

Wie sieht die Ausbildung zum Podologen aus?

Wie bereits erwähnt, ist die Ausbildung zum Podologen staatlich geregelt und anerkannt. Es gibt verschiedene Ausbildungsstätten die sowohl Vollzeit- als auch berufsbegleitende Ausbildungen anbieten, welche zwischen 2 und 4 Jahren dauern und mit einem Staatsexamen enden.

Das Handbuch für die medizinische Fußpflege* richtet sich an Podologen sowie an alle, die im Bereich der medizinischen Fußpflege bzw. Fußbehandlung tätig sind. Es vermittelt kompaktes Wissen um Fuß und Pflege und es enthält eindrucksvolles Bildmaterial, insbesondere zu krankhaften Veränderungen. Zudem deckt das Buch die Inhalte der Ausbildungsordnung der Podologie ab.

Wo arbeiten Podologen?

Podologen arbeiten entweder selbstständig oder angestellt. Sie können sowohl in podologischen Praxen, aber auch in Krankenhäusern oder Sanitätshäusern tätig sein. Zudem besteht für Podologen die Möglichkeit eine Kassenzulassung zu beantragen. Podologen die mit einer Kassenzulassung arbeiten, können gewisse Leistungen, die aufgrund des Heilmittelkataloges verordnet wurden, direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen.

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