Leitfaden Selbstständig machen im Nebengewerbe

Nebengewerbe anmelden – Schritt für Schritt Anleitung

Du spielst schon lange mit dem Gedanken dich im Nebengewerbe selbstständig zu machen, hast dich bisher aber noch nie so richtig getraut? Das ist vollkommen verständlich, denn wenn es um das Thema Selbstständigkeit geht, schrecken viele Menschen erst einmal etwas zurück, weil sie Angst vor den dazugehörigen Verpflichtungen haben. Wie genau läuft alles ab? Wo muss ich mich selbstständig melden? Welche Steuern muss ich zahlen? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen mit Sicherheit so gut wie jeden, der sich schon einmal mit dem Thema Selbstständigkeit im Nebengewerbe auseinandergesetzt hat. 

Eines gleich mal vorweg: Es ist alles gar nicht so kompliziert, wie es aussieht. Eine gute Vorbereitung und vor allem auch eine gute Geschäftsidee sind das A und O um erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten. Wir haben einen Leitfaden erstellt, der dich Schritt für Schritt an das Thema Nebengewerbe heranführt und der dir zeigt, worauf du achten solltest wenn du dich im Nebengewerbe selbstständig machen willst.

Was möchte ich machen?

Zu Beginn solltest du dir natürlich erst einmal Gedanken darüber machen, womit genau du dich selbstständig machen möchtest. Zum einen muss deine Tätigkeit nämlich auf dem Gewerbeschein eingetragen werden und zum anderen solltest du dich im Vorfeld darüber informieren, ob du die Tätigkeit überhaupt ausführen darfst. Einige Tätigkeiten sind nämlich genehmigungspflichtig und dürfen daher nicht ohne eine vorherige Genehmigung bzw. Erlaubnis ausgeübt werden. Einige dieser erlaubnispflichtigen Tätigkeiten sind zum Beispiel Podologen, Handwerker oder Friseure. Eine Auflistung der erlaubnispflichtigen Tätigkeiten findest du z.B. bei der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main. Viele Existenzgründer, die im Nebenerwerb gründen, gründen erst einmal alleine und sind somit sogenannte Einzelunternehmer. Als Einzelunternehmer musst du dich nicht in das Handelsregister eintragen lassen und du trittst mit deinem Namen als Firmenname auf.

Das bedeutet, dass dein Vor- und Nachname gleichzeitig auch dein Firmenname ist. Du kannst diesen Firmennamen noch um einen Zusatz erweitern, beispielsweise „Max Mustermann Fensterreinigung“. Dein Name muss aber auf jeden Fall immer enthalten sein, denn mit diesem tritt deine Firma in der Öffentlichkeit auf.

Gewerbe oder selbstständige Tätigkeit?

Vor der Gewerbeanmeldung solltest du dich darüber informieren, ob du überhaupt ein Gewerbe anmelden musst. Es gibt nämlich einige Berufe, die zu den freien Berufen, sogenannte Katalogberufe, zählen. Wenn deine Tätigkeit, die du ausüben möchtest, zu den freien Berufen zählt, dann musst du kein Gewerbe anmelden, sondern deine freiberufliche Tätigkeit beim Finanzamt anmelden. Ob du mit deiner Tätigkeit zu den freien Berufen zählst, kannst du unter § 18 EStG einsehen. Hier sind die Berufe, die zu den freien Berufen zählen, aufgelistet. Solltest du dir unsicher sein, dann erkundige dich bei deinem zuständigen Finanzamt, wie sie deine Tätigkeit einordnen.

Nebengewerbe anmelden

Du weißt nun also, welche Tätigkeit du ausüben möchtest und bist dir auch sicher, dass es eine gewerbliche Tätigkeit ist? Dann kannst du im nächsten Schritt dein Nebengewerbe anmelden. Das machst du bei deinem zuständigen Gewerbeamt. Bei einigen Gewerbeämtern kannst du das mittlerweile online machen. Sollte das nicht gehen, meldest du es einfach direkt vor Ort an. Bei der Gewerbeanmeldung wird nun die von dir ausgeübte Tätigkeit in den Gewerbeschein eingetragen. Außerdem ist es wichtig, dass du „Nebengewerbe“ ankreuzt, wenn du die Tätigkeit im Nebenerwerb ausüben möchtest. Die Kosten für die Gewerbeanmeldung belaufen sich, je nach Gemeinde, auf ca. 10 bis 60 Euro. Diese Kosten kannst du später selbstverständlich als Betriebsausgabe geltend machen.

Wenn du kein Nebengewerbe, sondern eine freiberufliche Tätigkeit anmelden möchtest, dann musst du dies bei deinem zuständigen Finanzamt machen. Das kannst du entweder persönlich vor Ort oder schriftlich erledigen. Falls du den schriftlichen Weg bevorzugst, dann genügt hierzu ein formloses Schreiben, in dem du dem Finanzamt mitteilst, dass du eine freiberufliche Tätigkeit aufnehmen möchtest.

Nach der Anmeldung deiner Tätigkeit, egal ob freiberuflich oder gewerblich, musst du nun einen „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ ausfüllen und an dein Finanzamt übermitteln. Wenn du diesen ausgefüllt und zurückgeschickt hast, dann erhälst du vom Finanzamt deine Steuernummer zugeschickt. Diese benötigst du unter anderem für deine Rechnungsstellung und für eine Steuererklärung.

Fragebogen zur steuerlichen Erfassung

Den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung habe ich gerade eben schon kurz erwähnt. Diesen musst du ausfüllen und an dein Finanzamt übermitteln. Seit 1.Januar 2021 ist das nur noch auf elektronischem Wege, über Elster, möglich. Alternativ kannst du den Fragebogen auch von deinem Steuerberater übermitteln lassen.
Neben allgemeinen Angaben, wie Name und Adresse, müssen noch einige weitere Angaben wie z.B. die geschätzte Höhe des Umsatzes für das laufende und das Folgejahr im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung angegeben werden.
Selbstständig im Nebengewerbe und die Steuererklärung

Kleinunternehmerregelung

Im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ musst du auch angeben, ob du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen möchtest. Wenn du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst, dann musst du keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Du darfst in diesem Fall natürlich dann auch keine Umsatzsteuer auf deinen Rechnungen ausweisen und keine Vorsteuer geltend machen. Wenn du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen willst, dann musst du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • der Umsatz des Vorjahres darf 22.000 € nicht übersteigen
  • der Umsatz des laufenden Jahres darf 50.000 € nicht übersteigen

(Stand 2021)

Wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, dann kannst du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen.

Wenn du gründest, dann gibt es natürlich kein Vorjahr, in dem du Umsätze generiert hast. Hier zählt die Umsatzgrenze von 22.000 € dann auch für das Gründungsjahr. Allerdings werden deine Umsätze hier auf das Jahr hochgerechnet. Wenn du dein Unternehmen beispielsweise am 1.7.2021 gründest, dann bist du im Jahr 2021 ganze 6 Monate selbstständig. Für diese Zeit darfst du also insgesamt 11.000 € an Umsatz generieren, ohne dass du den Status des Kleinunternehmers verlierst. Wenn du in diesen sechs Monaten allerdings 15.000 € verdienst, dann ergibt das hochgerechnet auf das gan derze Jahr einen Umsatz von 30.000 €. In diesem Fall bist du dann kein umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer mehr und musst Umsatzsteuer abführen.

Nebengewerbe Kleinunternehmerregelung

Hier nochmal zur Verdeutlichung:

  • du darfst im Gründungsjahr hochgerechnet einen  Umsatz von 22.000 € erwirtschaften
  • das entspricht einem durchschnittlichen Monatsumsatz von ca. 1833,33 €
  • dieser durchschnittliche Monatsumsatz wird auf das Jahr hochgerechnet

Du kannst natürlich auch auf die Kleinunternehmerregelung verzichten und somit zur Regelbesteuerung optieren. Solltest du dies tun, dann bist du allerdings 5 Jahre lang an deinen Verzicht gebunden. Du kannst also erst nach 5 Jahren wieder, auf Antrag, zur Kleinunternehmerregelung übergehen.

Wenn du nun allerdings Kleinunternehmer im Sinne des UstG bist und zur Regelbesteuerung wechseln möchtest, dann kannst du das jederzeit, zum Ende eines Kalenderjahres bzw. zum Jahreswechsel tun. 

Wichtig: Im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung gibt es den Punkt, in dem du deine Umsätze, sowohl für das Gründungs- als auch für das Folgejahr, schätzen sollst. Diese Zahlen müssen natürlich zu deinem Vorhaben passen. Willst du also die Kleinunternehmerregelung beanspruchen, dann kannst du für das Gründungsjahr natürlich keinen geschätzten Umsatz von 25.000 € eintragen, sondern einen, der unterhalb der Grenze für die Kleinunternehmerregelung liegt.

Weitere Informationen zur Kleinunternehmerregelung findest du hier.

Krankenversicherung

Wenn du ein Nebengewerbe anmeldest, dann musst du dich zwangsläufig auch mit dem Thema Krankenversicherung auseinandersetzen.  Grundsätzlich musst du dich als Freiberufler und Gewerbetreibender selbst krankenversichern. Die Höhe der Beiträge ist abhängig von deinem Einkommen und kann dir von deiner zuständigen Krankenkasse mitgeteilt werden. Bei der gesetzlichen Krankenkasse liegt der allgemeine Beitragssatz momentan bei 14,6 Prozent (Stand 2021). Es gibt allerdings auch Fälle, in denen du keine gesonderten Beiträge auf deine Einkünfte aus dem Nebengewerbe entrichten musst.

Krankenversichert über eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Du übst, zusätzlich zu deinem Nebengewerbe, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aus? Dann bist du über diese auch gesetzlich krankenversichert und musst auf deine Einnahmen aus deinem Nabengewerbe keine zusätzlichen Krankenversicherungsbeiträge zahlen, solange du die folgenden Voraussetzungen erfüllst:

  • der Stundenaufwand deiner nebenberuflichen selbstständigen Tätigkeit liegt nicht über 18 bis 20 Wochenstunden
  • deine Einkünfte aus dem Nebengewerbe sind geringer als die Bruttoeinkünfte aus deiner sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung

Nur wenn du diese beiden Voraussetzungen erfüllst, dann werden auf deine Einnahmen im Nebengewerbe keine weiteren Krankenversicherungsbeiträge erhoben. Übersteigen die Wochenstunden und/oder die Einnahmen die Grenzen allerdings, dann musst du dies deiner gesetzlichen Krankenkasse melden. Es kann sein, dass du dann, auch rückwirkend, zusätzliche Krankenversicherungsbeiträge entrichten musst.

Familienversicherung

Wenn du verheiratet bist und dein Ehepartner gesetzlich krankenversichert bist, dann kannst du dich auch über ihn familienversichern lassen. Du bist dann über deinen Ehepartner krankenversichert und musst keine zusätzlichen Krankenversicherungsbeiträge entrichten. Die Familienversicherung muss bei der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse des Ehepartners beantragt werden und kann nur in Anspruch genommen werden, wenn du folgende Voraussetzungen erfüllst:

  • du darfst nur im Nebenerwerb selbstständig sein
  • die wöchentliche Arbeitszeit (inkl. Vor- und Nacharbeit) darf 18 bis 20 Wochenstunden nicht überschreiten
  • die monatlichen Einnahmen dürfen die Einkommengrenze von aktuell 470 € (Stand 2021) nicht übersteigen

Wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, dann kannst du dich beitragsfrei über den Ehepartner krankenversichern lassen. Die gesetzliche Krankenkasse versendet einmal pro Jahr einen Fragebogen, um festzustellen ob du die Voraussetzungen für die Familienversicherung noch erfüllst.

IHK oder Handwerkskammer

Wenn du dein Nebengewerbe anmeldest, dann wirst du kurze Zeit später sicherlich auch Post von deiner zuständigen Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer bekommen. Die Kammerzugehörigkeit ist verpflichtend und kann nicht abgewählt werden. Es besteht allerdings die Möglichkeit, dass man sich von den Beiträgen befreien lässt, wenn man nur geringe Einnahmen nachweisen kann. Die Grenze für die Befreiung liegt aktuell bei 5.200 € jährlich (Stand 2021). Bei dieser Summe handelt es sich um Einnahmen, nicht um den Umsatz. Die Befreiung kannst du bei deiner zuständigen Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer beantragen.

Versicherungen

Zur Zahlung von Krankenversicherungsbeiträgen bist du, bis auf wenige Ausnahmen auf die wir bereits eingegangen sind, verpflichtet. Es gibt allerdings noch eine weitere Versicherungsart, die nicht verpflichtend ist, bei der es aber sehr sinnvoll ist, diese abzuschließen.

Betriebshaftpflichtversicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, die du als Selbstständiger abschließen solltest. Denn sie kann Dich vor existenzbedrohenden Lagen schützen. Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt Schäden im geschäftlichen Bereich ab, die du als Selbstständiger, oder deine Mitarbeiter verursacht haben. Anbei ein Beispiel: Du bist selbstständig im Bereich der Fußpflege und verletzt deinen Kunden mit dem Skalpell am Zeh. Die Wunde entzündet sich und der Zeh muss letztendlich amputiert werden. Dein Kunde kann nun Schadensersatzansprüche an dich stellen. Da du als Selbstständiger grundsätzlich in unbegrenzter Höhe haftbar bist, kann dich so ein Schadensersatzanspruch finanziell ruinieren. Durch eine Betriebshaftpflichtversicherung bist du im Schadensfall finanziell abgesichert, da die Versicherung Schäden, bis zu bestimmten Höhen übernimmt.

Geschäftskonto

Eines erstmal vorweg: Es gibt keine Verpflichtung zur Führung eines Geschäftskontos. Grundsätzlich kannst du deine geschäftlichen Ein- und Ausgaben also auch über dein privates Girokonto tätigen. Allerdings ist es empfehlenswert, ein Zweitkonto, speziell für deine geschäftlichen Zahlungen, einzurichten. Erstens kannst du somit deine geschäftlichen Einnahmen und Ausgaben viel besser von deinen privaten Zahlungen trennen und zweitens musst du, im Falle einer Betriebsprüfung, deine privaten Zahlungen nicht offen legen.

Manche Banken verbieten es in ihren AGB`s auch, dass auf ihren privaten Girokonten geschäftliche Zahlungen getätigt werden. Sollte die Bank trotzdem eine geschäftliche Tätigkeit auf deinem Privatkonto vermuten, bzw. nachweisen, dann kann sie dir sogar das Konto kündigen. Daher ist es ratsam auf jeden Fall ein separates Konto, für deine geschäftlichen Aktivitäten, zu verwenden.

Wer jetzt direkt denkt, das ein Geschäftskonto auch gleichzeitig mit hohen Kosten verbunden ist, der liegt falsch. Es gibt einige kostenlose Geschäftskonten, wie beispielsweise das N26  oder das Kontist Konto. Beide Konten eignen sich vor allem für Selbstständige, die ausschließlich Onlinezahlungen einnehmen und tätigen.

Nebengewerbe anmelden

Buchhaltung

Die Buchhaltung ist für viele Selbstständige ein Thema, mit dem sie sich nicht so gerne beschäftigen. Allerdings sollte man sich damit beschäftigen, da es sinnvoll ist, wenn du einen Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben hast. Außerdem ist eine gut vorbereitete Buchhaltung das A und O für deine spätere Steuererklärung. Wenn du als Gewerbetreibender einen Jahresumsatz von 600.000 € und einen Jahresgewinn von 60.000 € (Stand 2021) nicht überschreitest, dann kannst du die vereinfachte Form der Buchhaltung, nämlich die Einnahmen-Überschussrechnung, kurz EÜR, anwenden. Bei der Einnahmen-Überschussrechnung wird das sogenannte Zufluss- und Abflussprinzip angewendet. Das bedeutet, dass die Einnahmen und Ausgaben erst dann verbucht werden, wenn die Zahlung erfolgt ist. Beispiel: Du stellst eine Rechnung an deinen Kunden in Höhe von 300 €. Das Rechnungsdatum ist der 30.12.2021. Dein Kunde begleicht die Rechnung und die Zahlung geht am 03.01.2022 bei dir ein. Obwohl du die Rechnung am 30.12.2021 gestellt hast, wird die Einnahme von 300 € erst für das Jahr 2022 gebucht, da die Zahlung am 03.01.2022 zu dir „geflossen“ ist. Wichtig ist außerdem, dass du alle Belege und Rechnungen zu den Zahlungen aufbewahrst und sie am besten nach Datum sortierst, damit du deine Einnahmen und Ausgaben jederzeit beleghaft nachweisen kannst.

Selbstständig machen im Nebengewerbe

Für die Buchhaltung empfiehlt sich das Programm Lexoffice – Buchhaltung und Finanzen*.
Lexoffice ist eine webbasierte Anwendung. Das bedeutet, dass du von überall auf deine Buchhaltung zugreifen und Einnahmen sowie Ausgaben erfassen kannst. Belege und Rechnungen können ganz einfach mit dem Smartphone fotografiert und anschließend in Lexoffice hochgeladen werden. Das ist nicht nur einfach und unkompliziert, sondern spart auch jede Menge Zeit.

ÜBRIGENS: Selbstständige, die eine Tätigkeit nach §18 EstG ausüben, dürfen die EÜR immer, also ohne Rücksicht auf Umsatz- und Gewinngrenzen, anwenden.

Steuererklärung und Steuern

Als Selbstständiger, egal ob im Haupt- oder im Nebengewerbe, bist du dazu verpflichtet eine jährliche Einkommensteuererklärung abzugeben. Als Selbstständiger musst du die Einkommensteuererklärung auf elektronischem Wege an dein zuständiges Finanzamt übermitteln. Die Erklärung muss spätestens am 31.07. des Folgejahres (Stand 2021) beim Finanzamt eingehen. Das bedeutet, dass du die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2021 spätestens am 31.07.2022 einreichen musst. Wenn du deine Steuererklärung von einem Steuerberater erstellen lässt, dann verlängert sich diese Frist. Der Steuerberater hat grundsätzlich bis zum 28.02. des übernächsten Jahres Zeit, um deine Steuererklärung zu übermitteln.

Wenn du selbstständig bist, bist du nun natürlich auch verpflichtet, Steuern auf deine Einnahmen bzw. deine Umsätze zu zahlen. Steuern die auf dich zukommen können sind unter anderem:

  • Einkommensteuer
  • Umsatzsteuer (falls du die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch nimmst)
  • Gewerbesteuer (bei einem Gewinn aus gewerblichen Tätigkeiten von über 24.500 € / Jahr)

Wer seine Steuererklärung lieber selbst erstellen möchte, für den empfiehlt sich der Einsatz einer speziellen Steuersoftware für Selbstständige, wie z.B. WISO Steuer-Sparbuch*.

Mit der Steuersoftware WISO Steuer Sparbuch* können Gewerbetreibende und Freiberufler ihre Steuererklärung selbst erstellen und online an das Finanzamt übermitteln.

Fazit zur Selbstständigkeit im Nebengewerbe

Die Gründung im Nebengewerbe empfiehlt sich vorallem dann, wenn du erst einmal austesten möchtest, ob die Selbstständigkeit etwas für dich ist, oder wenn du neben deiner Tätigkeit noch eine weitere Tätigkeit im Angestelltenverhältnis ausübst.

Viele Rechte und Pflichten unterscheiden sich allerdings nicht von denen im Hauptgewerbe. Du bist auch im Nebengewerbe dazu verpflichtet, deine Buchhaltung zu erledigen, deine Steuererklärung abzugeben und Steuern zu zahlen. Überlege dir im Vorfeld, welche Tätigkeiten du im Nebengewerbe ausüben möchtest und mache dir Gedanken zum Thema Krankenversicherung, Kleinunternehmerregelung und Versicherung. Gut vorbereitet, kannst du dann optimal in die Selbstständigkeit starten und dein Business so zum Laufen bringen. 

Für dein Vorhaben wünsche ich dir von Herzen viel Glück, Spass, liebe Kunden und natürlich auch Erfolg!